"fairnetzen": Medienkompetenz-training für die 5. Jahrgangsstufe

Kategorie: Unterricht Veröffentlicht: Montag, 22. Januar 2018 Geschrieben von Jan Brucker

IMG 6384Die Schüler der 5. Klassen kamen in den Genuss eines Projekttages zum Thema „Neue Medien“.
Das Präventionskonzept „fairnetzen“ hat zum Ziel, Kindern im Alter zwischen 9 und 12 Jah-ren den bewussten, verantwortungsvollen  und sicheren Umgang mit den „Neuen Medien“ zu vermitteln.

Es behandelt dabei die Themenbereiche Medienkunde, Medienkritik und Mediennutzung. Dabei geht es nicht um Verbote, sondern darum sich fair gegenüber sich selbst als auch fair gegenüber anderen zu bleiben. Es soll bewusst gemacht werden, dass im Netz dieselben Regeln gelten wie im realen Leben und das bedeutet, diese Regeln sowohl im eigenen Interesse, als auch im Interesse der anderen zu beachten

Mit Rollenspielen und verschiedenen Übungen wurden zuerst die  Inhalte erarbeitet. Anschließend wurde das Ganze durch  eine Nachbesprechung des Erlebten und Erlernten mit Kurzfilmen vertieft. Schließlich werden aus den gemachten Erfahrungen gemeinsame Verein-barungen, Leitsätze sowie persönliche Vorsätze erarbeitet. Diese Vereinbarungen und Leit-sätze sind für die Kinder von großer Bedeutung, denn sie sollen ihnen helfen, im Umgang mit den „Neuen Medien“ selbst den richtigen Weg zu finden. Diese sind:

  1. Meine Medien – weniger ist mehr!
  2. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum!
  3. Der Urheber hat Recht – das Urheberrechtsgesetz!
  4. Wir spielen mit den Spielen – nicht die Spiele mit uns!
  5. Wir nehmen uns Zeit – für das reale Leben!
  6. Das Wichtigste kommt immer zuerst!
  7. Wir achten auf unseren digitalen Fingerabdruck!
  8. Unsere persönlichen Daten sind wie ein Schatz zu betrachten!
  9. Wir gehen fair miteinander um – wir grenzen niemanden aus!
  1. Ich kenne meine „Schutz-Apps“!

Es zeigte sich, dass das Thema den Schülern nicht nur Spaß macht, sondern dass auch unbedingt Aufklärungsbedarf besteht.
Vom Recht am eigenen Bild, dem Urheberrechtsgesetz  über individuellen Medienkonsum bis hin zum Cybermobbing - die Schüler konnten ihre eigenen Erfahrungen einbringen und gemeinsam wurden Lösungsstrategien erarbeitet, wie man eventuellen Problemen begegnen bzw. sie von vornherein vermeiden kann (z. B. durch Sicherheitseinstellungen!).
Das Thema „Kettenbriefe“, die über WhatsApp verschickt werden und mit Angst ein-flößenden Inhalten die Kinder zum Weiterleiten animieren, hat einen großen Stellenwert eingenommen, da sehr viele betroffen sind.

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