Projekttage zur Suchtprävention an der Mittelschule Neustadt

Kategorie: Projekte Veröffentlicht: Montag, 26. Februar 2018 Geschrieben von Jan Brucker

IMG 6164„Hast du schon einmal Drogen genommen?“ Mit dieser Frage wurden die Schüler der 7. Klassen konfrontiert. Schon bald merkten die Jugendlichen, dass dabei nicht nur die illegalen sondern vor allem die legalen Drogen wie Alkohol und Nikotin gemeint waren.

 

Jedes Jahr werden an der Mittelschule Neustadt in den 7. Jahrgangsstufen Projekttage zur Suchtprävention durchgeführt. Bei verschiedenen Übungen, Spielen und auch Rollenspielen werden die Schüler mit dem Thema Sucht konfrontiert. Dabei lernen sie die Gefahren der verschiedenen legalen und illegalen Drogen kennen. Vor allem wurde aber auch auf verschiedene stoffungebundene Süchte wie z.B. Spielsucht, Handysucht, Kaufsucht oder Fresssucht hingewiesen.

Zunächst sollten die Schüler in einer Übung mitteilen, was sie gerne machen oder essen. Dabei war wichtig, zu seiner eigenen Meinung zu stehen. Bei der Besprechung dieses Spieles wurde den Jugendlichen aufgezeigt, dass es im Leben immer wichtig ist, seine eigene Meinung zu sagen, dazu zu stehen und auch „Nein“ zu sagen, wenn man z.B. mit Drogen konfrontiert wird.

Bei einer anderen Übung erkannten die 7-Klässler, dass der Übergang von Genuss zur Sucht fließend sein kann. Da durch das Rauchen in Deutschland jährlich ca. 120.000 Menschen sterben und da das Rauchen als Einstiegsdroge gilt, erkannten viele Schüler, dass es am besten ist, erst gar nicht mit dem Rauchen zu beginnen.

Die Übung mit einer „Rauschbrille“ zeigte, dass ein Betrunkener peinlich und lächerlich wirkt und dass die Koordination darunter stark leidet. Der Tipp „gemeinsam zur Party aber auch wieder gemeinsam nach Hause“ soll helfen, dass niemand betrunken zurückbleibt und womöglich Schlimmes passiert. Außerdem wurde auf das Jugendschutzgesetz hingewiesen.

Beim Themenblock „neue Medien“ wie Smartphone oder Spielkonsole wurde aufgezeigt, dass auch hier Suchtgefahr besteht. Durch eine Übung erkannten die Schüler, dass bei übermäßiger Mediennutzung oft zu wenig Zeit für Familie oder Schule bleibt. Dann leiden die Schulleistungen darunter und auch Freundeskreis oder Ehrenamt wird nicht mehr wichtig. Natürlich wurde hier auch auf die Vorbildwirkung der Eltern hingewiesen, dass man z.B. während dem gemeinsamen Essen komplett auf Handynutzung verzichten und die Zeit lieber für sinnvolle Gespräche verwenden sollte.

Am Ende dieser Projekttage waren die Schüler begeistert, dass sie viel Neues erfahren haben. Sie machten sich auch Vorsätze, so dass sie möglichst auch in Zukunft ein selbstbestimmtes Leben ohne Sucht bestreiten können.

IMG 6158IMG 6169IMG 6319